Freitag, 15. November 2019
Neue Politiker und das politische System bleibt?
International gesehen entscheidet das Kapital in vielen Fällen, was die Politiker zu tun haben. Der Wähler kann hier nur Druck auf die Politik ausüben und so nur in Einzelfällen erreichen, dass eine Entscheidung eines Parlamentes nicht durchgeführt, zurückgezogen oder geändert wird. Politiker dürfen zwar hier durch die öffentlichen Wahlen ins Amt gewählt und abgewählt werden, aber das politische System „unsozialer Kapitalismus“ bleibt. In anderen Ländern, wo es keine freien Wahlen gibt und Andersdenkende eingesperrt werden, ändert sich natürlich auch nicht das politische System bei Neuwahlen.

Wir dürfen in manchen Bereichen nur die äußere Fassade unserer Politik ändern und in den Farben unserer jetzigen, etablierten Parteien anstreichen.

Ich frage mich, wie lange unser Planet diesen übertriebenen Wachstumskapitalismus noch aushält?

Wir alle sollten, wie ich denke, gemeinsam nach Lösungen suchen und über unseren eigenen Tellerrand hinaus schauen.

Wenn man Demokratie und Kapitalismus zusammenfügt, entsteht oft eine Herrschaft der Reichen, was nur eine leichte Weiterentwicklung der Monarchien ist, oder sogar schlimmer.

Der Wachstumskapitalismus ist längst zu einem genauso totalitären System geworden, wie der Kommunismus oder der Sozialismus. Zu allen Zeiten werden, wie es aussieht, die Bürger für dumm gehalten.

Die Gleichmacherei zwischen den Geschlechtern und zwischen allen Gesellschaftsformen soll uns den Eindruck geben, in was für einer tollen Zeit wir doch leben.

Vielleicht ist der heutige Feminismus das Hauptwerkzeug von Milliardären, um unseren "unsozialen Kapitalismus" zu verlängern, weil Frauen sich in der Regel weniger für Politik interessieren, als Männer. Frauen werden durch Quotenregelungen in politische Ämter hochgehoben; auch die, denen Politik egal ist.

Viele, die stellvertretend unsere demokratischen Werte verteidigen wollen und vor neuen Formen von Nationalismus warnen, sind diejenigen, die Hetze machen gegen Politiker, die die Macht der Bonzen und Lobbyisten einschränken wollen.

Die Menschen heutzutage verfügen über eine riesige Datenmenge mit aber oft wenig Inhalten und Sinn. Es ist anscheinend nicht immer vorgesehen, dass wir etwas richtig verstehen, weil wir nicht zu viel wissen sollen und in manchen Fällen nur international als Arbeitskräfte gebraucht werden.

Bevor der Kollaps des Systems Wachstumskapitalismus kommen sollte, wird meiner Meinung nach die Hochfinanz, die aus Kriegen und Flüchtlingswellen Profit macht, noch sehr viele Tricks draufhaben, das zu verhindern. Die Last der Kriege und Flüchtlingswellen tragen natürlich die einfachen Bürger.

Autor und Urheberrechte: Daniel Hess, Mai 2008, Februar und November 2019

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